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Wenn die Zeit still steht

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Still gedankenversunken saß er da. Völlige Stille. In diesem Moment schien die Zeit eine kurze Rast einzulegen. Selbst der Wind verstummte. Die Ewigkeit wurde zu einem unendlichen Nichts. Keine Veränderung. Kein Ticken der Uhr. Keine Dynamik. Überhaupt nichts geschah. Stille…

Stille…

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Still gedankenversunken saß er da. Regungslos. Standbildhaft, wie ein Schnappschuss. Stopp.

Stille…

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Still gedankenversunken saß er da. Atemlos. Einfach, mit einer Komplexheit der ganzen Situation, die nicht existierte, da dafür keine Zeitspanne vorhanden war.

Stille…

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Still gedankenversunken saß er da.

Und dann…

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Die Bewegung des Uhrzeigers kündigte die Fortsetzung der Ewigkeit an. Er sprang auf, lief aus dem Raum, stand auf einer Einkaufsstraße, reges Treiben, laute Stimmen, schwitzende Passanten, die Ampeln regelten den Verkehr, dann ein lauter Krach, verursacht durch einen Verkehrsunfall, ein Kind schreit, die Mutter erhebt die Hand…

Und dann…

kehrte die Stille zurück.

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by Andreas E. Pfeiffer
28eddi@gmx.at

Über den Autor

emil vogel

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