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Verzeih mir

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Für Josef

Vergib mir diese Arroganz,
Die Kälte, die, aus meinen Augen,
Dich grausam schneidend überkam!
Verzeih mir meinen Tempeltanz,
Mit dem ich dich verwegen reizte,
Vernunft und Schüchternheit dir nahm!

Entschuldige die Illusion,
Die dir mein Bild heraufbeschworen,
Nach dem ins Leere du gefaßt!
Verzeih mir meinen süßen Hohn,
Den ich für deine Liebe brachte!
Verständlich, daß du mich jetzt haßt.

Es tut mir leid für diese Taten,
Die ich gedankenlos verübte,
So eitel, wie wir Menschen sind.
Verzeih mir! Ich hab’ dich verraten!
Ich sei verdammt! –
Doch, nein, aus Bosheit
Tat ich’s nicht: Ich war einfach blind.

Verzeih mir – ich war noch ein Kind.

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Über den Autor

Deriavadhmera

Deriavadhmera

Ehemaliges hhesse.de Mitglied

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