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Totensonntag

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Schwarz liegt der Fluss
und tot
wie alte Spiegel friern,
verzerrt der Blumen Rest
und Uferschilf
als Schwerter hoch
von Weiden überschattet
grau und grün.

Kein Fisch
schnappt mehr nach Luft
im nebeltrüben Schein des Abends
welcher weiß und unbemerkt bedeckt
das Wasser,
das nur scheinbar steht
und voller Drohung schwappt.

Der Tod
kommt schwarz und still
ganz unergründlich leis
gleich jenem kühlen Fluss
für jeden vor der Zeit.

Sie scheint dann still zu stehn,
entlässt uns aus dem Fluss
von Stunde, Tag und Jahr
und mündet ein
in alle Ewigkeit.

Schwarz liegt der Fluss
und tot.

23.11.2003

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Über den Autor

Bettina

Bettina

Ehemaliges hhesse.de Mitglied

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