← Zurück zur Übersicht

Sonnensicht

Share

Sonnensicht

Ach Sonne, komm
und trockne meine Tränen,
tau mir auf
das eingefrorne Herz
und bring ein bisschen Frühling
in den viel zu frühen Herbst.

Sonne, komm,
wärm mein Gemüt,
mach mir die Farben wieder froh,
umspiele mich,
wie Frühjahrsblumen
es mit dem kargen Boden tun.

Sonne, komm,
sei mir auch Mond,
entflamm die Nächte lichterloh!
Deine Hände legen Feuer,
glühen auf Samt und schmelzen Seide,
lass Perlen fließen, Sehnsucht tropft

Sonne, komm,
und diesmal bleib,
bleib für das Lichtjahr
oder länger.
Ich bin entfacht und atemlos
verwundert, dass du mir geschiehst,

lösch mich
mit deinem Nieselkuss,
– doch lass Ruhe Stürme folgen

Über den Autor

Emily 07

Emily 07

Ehemaliges hhesse.de Mitglied

Du schreibst selbst Gedichte?
Veröffentliche dein Gedicht im Autorentreff von hhesse.de.
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments