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**Schlägerei**

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Ich lege meine volle Kraft in die Faust und schlage zu, ich treffe den Typ am Kinn, er kippt nach hinten weg. Ich sehe Oliver, Sardi und Mastino auf die anderen einschlagen. Wir sind hier am Strand in eine üble Schlägerei verwickelt, wir projezierten unsere Probleme, liesen uns nicht gefallen, die anderen gleich wie wir.

Plötzlich verspüre ich einen heftigen Schmerz im Rücken, ich falle auf die Knie und wölbe mein Kreuz, als ich auf den Sand aufschlage spritzt er zu allen Seiten weg. Der kleinste, schwächlichste von den anderen hatte sich einen Stock gepackt, seine volle Selbstverachtung in den Schlag gelegt, er wollte mir die Wirbelsäule zertrümmern. Da fliegt der Stock schon wieder auf mich zu, ich kann gerade noch einen Zentimeter zurückweichen. Die Spitze streift mich, die Haut wird von meiner Haut gerissen wird. Der andere fällt auf die Knie, da sein Schlag nicht mein Gesicht zertrümmerte, sondern mich nur streifte. Ich raffe mich auf, schwinge mein Bein, ich lasse den Typ bezahlen für jedes Wort das mich je verletzt hat. Mein Schuh fleigt ihm dirket ins Gesicht, aus seiner Nase spritzt eine Blutfontäne. Ich lasse meine Fäuste auf ihn einprasseln, ich lasse ihn meine Selbsthass spüren. Mir ist alles egal, die Welt hat mir nichts zu bieten. Ich sehe wie drei von den anderen auf meine Bruder einschlagen, die Erinnerung an alle die mich je geqält haben kommt wieder hoch. Ich sehe rot. Ich spüre wie meine Hand nach dem Butterfly in meiner Tasche greift, die Klinge reflektiert das Licht, kurz darauf liegt der größte von ihnen blutüberströmt am Boden. Ich erinnere mich an meine Jugend und steche auf den zweiten ein. Ich erinnere mich an meinen Schmerz, an mein Leben, an Dich, der dritte muss dranglauben.

Über den Autor

monschdrum

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