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Rundung

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Rundung

Wenn die Nacht zum Tag sich hellt
wolln die Dinge wieder leben:
rund und kantig, flach, gewellt
aus dem Formlosen sich heben

Wo der Kieselstein sich rundet
und die Wasser um ihn spielen
wird, was hart war und verwundet
wieder ganz – ohn alles Zielen

Und die Fliege surrt und schwirrt
ohne Plan scheint ihre Bahn,
was im Ungewollten wird,
wächst von selbst, kommt plötzlich an

Das, was leise angekommen
ist nicht Ziel, ist Neubeginnen,
weiter ist es schon geschwommen
mir bleibt Friede, tiefes Sinnen –

Wenn der Tag zur Nacht sich wendet
und die Lichter still verwehn,
wird, was hell war und was blendet
in des Dunkels Schoß vergehn

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Über den Autor

chiron

chiron

Ehemaliges hhesse.de Mitglied

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