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da war doch was, gestern…
du hast ganz nah bei mir gesessen unter unserer kuscheldecke,
mich kurz angesehen, mein haar aus dem gesicht gestrichen
und ein lied gesungen, ganz so, wie es eine mutter machen würde.

als ich dann geweint habe, war es mir peinlich.
doch du hast mich angesehen, mit diesen klaren augen,
diesen großen klaren augen.
sie haben schon so viel gesehen und sind trotzdem nicht müde.

du hast in mich rein gesehen, ganz tief.
und deine sanften lippen haben die worte unserer zeit
ganz klar, ganz ruhig hindurch gelassen.

wie warmer regen prasselten deine wahrheiten auf mich
und zersprangen wie glas – tropfen wurde splitter –
auf meiner eiskalten haut.

heute morgen dann, warst du weg
und mein leben leerer als je zuvor.

Meinung

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outman

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