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Einsamkeit

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im Dunkeln will ich an mich reißen
das Bangen Sehnen Schreien Stöhnen
will damit gehn und traurig höhnen
mich in mein Leid nur Leid verbeißen

die Liebe will ich mit Gewalt
in meine innren Kammern ziehn
du Gott, du hast sie mir geliehn
und dennoch ist mir schwarz und kalt

das Leben will ich blühend greifen
mich in der Freiheit Wogen treiben
mich meiner Grenzen ganz entleiben
mir Göttlichkeiten überstreifen

die Welt sie wankt sie stöhnt sie bebt
doch immerdar mein Wollen lebt
und Liebe ist mir rätselfern
doch Ferne ist mir Nähe gern

ich schreie – sprenge mit Gewalt
die Fesseln, die ich selbst mir band
und nehm mich weinend an der Hand
geh fort, allein, verloren, kalt

die Einsamkeit sei mein Gewinn
in ihr will ich die Kerze zünden
die mir Geburt will neu verkünden
gebärend Lebens tiefsten Sinn

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Über den Autor

chiron

chiron

Ehemaliges hhesse.de Mitglied

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