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– – durch Hecken, Tapeten und Blech

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Zu sprechen ist leicht
und die Tore aufzusperren
für das, was du weisst.

Herausgelassenes lässt sich nicht
wieder einfangen.

Im Sturm verwehen verwehen die Spuren
die du gelegt hast
Deine Ritzzeichen im Stein
tilgt der Wahrheitsgletscher
der sich über alles schiebt

Erst recht die Kräusel im Sand
und die spielerischen Linien
mit einem Zweig gestrichen
sind im Nu verblasst und getilgt

So verfällst du auf andres
und schreibst
Du verstraust dich den
Langfingern des Gehirns
in dem die Jahrtausende nisten
Plötzlich bist du nicht allein
nicht auf dich verwiesen

Die Eiszeitahne mit dem schweren
stumpfweizenen Zopf
klopft dir den Rhythmus
und frei schwingt dein Herzmuskel
im Auf und Ab der Strombewegung
die er erzeugt, –

Wir legen die Hand flach
auf die weichenden Wellden
und sprechen die Zauberzeilen
Schuppen wachsen uns
und ein Scheitelauge,
die Durchblicke, die Durchsschau
durch Hecken, Tapeten und Blech

Über den Autor

litfink

litfink

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