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DIE GRÜNE FEE

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Bon jour, mon amour. Schön, Dich zu seh’n!
Tres bien, mon bijou. Allez, lass‘ uns geh’n!
J’adore le monde, die schönere Welt,
die nach dem Rausch zusammenfällt.

Manchmal abends kommt ein Gast,
der ist grün und zauberhaft.
Der mir nach des Tages Last
Wohltat und Behagen schafft.

Die grüne Fee hat Platz genommen,
ihr Parfüm nennt sie Absinth.
Dieser Duft macht mich benommen,
und sie kichert wie ein Kind.

Es gefällt ihr, mich zu necken,
und sie öffnet die Phiole.
Will die Gier in mir erwecken
nach dem warmen Alkohole.

Schon der erste Schluck ist Lust,
wie ein Kuss der grünen Fee.
Halb in Trance und halb bewusst,
fällt auf mich der bunte Schnee.

Bilder fangen an zu leben,
Töne schweben durch den Raum.
Und in mir steigt das Bestreben
nun nach Ruhe, Schlaf und Traum.

von Hardy

Über den Autor

Hardy

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