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Der Grosse Geist

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Sterne segnen bei naechtlichem Wind
unser mit ersehnter Liebe gesaetes Korn,
der schwarze Himmel ist meine Begleitung,
schneebedeckt sieht mich der aufgehende Mond.

Über mir ist das Weltall weit offen,
mein fahles Gesicht streicht der Wind,
ich sehne mich mit unbekleidetem Körper
nach dem Garten in dem du den Traum singst.

Schau was der Fluss uns mitbringt
als Treibgut laengst vergangener Zeit:
in schwebenden Wolken wiederspiegelt
der Himmel abgestorbene Vergangenheit.

Ich bin kein Waise, nur störrisch,
im Glaube vertraut sprüht Wachlicht,
der borgende Raum der schwarzen Nacht
versteht ausser mir was ich damit sagen will:

Liebend pflanzte ich mich in dich,
hoffend, dass du mir einmal vergibst:
allerlei Lebewesen setzt du in die Welt,
wo ich nicht laenger alleine herumirren will.

Befreitem Groll gibst du viele Körper,
damit ich mich zu Seelen vermehren kann:
von Harm und Garm dornigen Wege begehend
in der Gebaermutter Mutter Erde waechst dieser Plan.

Wenn das begehrte Obst reift,
euer Gott erlöst Welten mit ihm…,
wo das Licht das Nichts ablösen wird,
das Licht, das erste Zeichen des Bündnis.

Ich vermaehlte mich mit euer Mutter auf Erden,
der Richter der Dunkelheit mit dem Höchsten Licht,
damit auch der Herr der Lüfte Gestalte annehmen kann,
der Grosse Geist in ihnen ist für kirre Wesen je erkenntlich.

Denn es genügt die Qualen der Grauen zu leben
als einsame, körperlose Geister, gefangen in der Zeit.

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Über den Autor

Peter Simon

Peter Simon

Ehemaliges hhesse.de Mitglied

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