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Ballade der Zärtlichkeit II (zu einem Gedicht von Andy)

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„Rein muß er doch“, sprach der Jäger,
und tat, was er nun tuen mußte.
Sein Herz pochte wild wie ein Schläger,
bald aus ging ihm auch seine Puste.

„Es sollte so sein, ja es mußt‘,
du hast deine Unschuld verloren,
und mich hat das Schicksal erkoren,
zu zeigen dir all deine Lust!“

Sein Werk war vollendet, er grinste
und stellte sich breitbeinig hin:
„Mädchen, sag mir, wie ich bin,
und preise nun meine Verdienste!“

„Ich kühle dir schon deinen Mut,
du oller, verknorkelter Penner,
zwar bist du nun wirklich kein Renner,
zum weglaufen aber echt gut!

Den Bogen hast du noch nicht raus,
ich hatte schon bessere Lover,
den Hinz und den Kunz und den Xaver,
den Krethi und Plethi und Klaus!

Herr Jäger, nun gib meinen Slip her,
sonst hole ich mir ne Erkältung,
und die käme gar nicht zur Geltung,
denn außerdem hab ich noch Tripper!

Nun schwing dich, ich geh jetzt zu Heinz!“
Es grauset den wackeren Ritter,
der Schreck fuhr in all seine Glieder.
Besonders schimm aber in eins!

Er flieht wild davon in die Ferne,
wo niemand mehr wohnt oder lebt,
bis Quakenbrück ist er gestrebt
zumindestens aber bis Herne.

Und da ist er seither geblieben.
Ich hörte, er ging gar ins Kloster
dort betet er jetzt Paternoster
und hat sich der Jungfrau verschrieben.

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Über den Autor

Woerterkater

Woerterkater

Ehemaliges hhesse.de Mitglied

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