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Auf Herbst folgt Winter

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Auf Herbst folgt Winter

Die Wolken sind’s nicht wert,
sie zu unterscheiden,
sie existieren dort oben
nur noch grau in grau,

Stark war sie gestern,
die empfindliche Seele,
und die Wolken waren weiß
und der Himmel war blau.

Ja, da war es noch unendlich,
das alles, was mir widerfuhr,
absurde Dinge waren verständlich,
von Kälte und Ängsten keine Spur.

Doch nun, nun ist es Herbst,
und auf den Herbst folgt der Winter,
draußen, auf der Straße,
und zugleich in meinem Herz

In naher Ferne seh ich klar
gefrorne, trockne Tränen,
sie singen leise aber deutlich
von zartem, kaltem Schmerz.

Im Winter erstirbt selbst
die wärmste, stärkste Seele,
hart gefroren, bedeckt von
unschuldigem Schnee,

Ich wünschte, jemand käme,
der Eis und Schnee wegküsste,
er wär belohnt mit heißen Tränen
und nichts täte mir mehr weh.

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Über den Autor

Julia

Julia

Ehemaliges hhesse.de Mitglied

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