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Zwischen den Jahreszeiten

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(Hommage an Jimenez)

Der Herbst liegt schon in der Luft. Man kann das riechen, ein wenig kühler liegt sie auf der Haut und auf der Zunge schmeckt sie sogar ein bisschen würzig, gerade so , als hätten die ersten bunten Blätter auf sie abgefärbt.
Der milchige Schleier , den die Sommerhitze überall ausgebreitet hat, ist mit dem ersten Herbstregen weggewaschen worden. Bis zum Horizont ist das Blau des Himmels jetzt wieder klar , die Sonnenstrahlen brennen nicht mehr, sie wärmen.
Nachts sieht man noch da und dort eine Sternschnuppe , aber es ist als würden die Grillen ihr Sommerlied dazu einen Halbton tiefer spielen.
Der Wind rauscht schon in den Blättern und verkündet , das er sie bald mit sich nehmen wird.
Sei nicht traurig, kleiner Schmetterling ! Bald wirst du wieder auf dem Rand meines Buches sitzen und mir beim Lesen zusehen, im Schatten des Apfelbaumes. Nächstes Jahr, wenn er sein Grün erneuert.

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Maya

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