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Weisheitsliebe

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Der Mensch, so an seinen Sinn gebunden
eng um End und Anbeginn gewunden
Hat, dem Kasus, Zeit und Ort gehorchend
sich den Seiensgrund hernach entworfen
Jener, der anmaßend sich begreift,
an göttlich, ewigen Einsichten reich
der mit dem Geist ins Ungewisse greift
setzt Glauben, ach! — mit Wissen gleich!

Meint sich dem Folgenlauf alleinig frei
was nur dem Menschenthier zu eigen sei
Denn, und so heist es da, er habe Macht
durch die Vernunft, die ihn erhaben macht
über die Dinglichkeit und ihr Prinzip
dies sich auf ihn und nie auf sich bezieht
Begreift was sich im Zirkelkreis erschließt
nur weis nichts, wer — die Weisheit liebt!

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Über den Autor

Freiherr v. Strahlenstein

Freiherr v. Strahlenstein

Ehemaliges hhesse.de Mitglied

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