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Vollmondsnacht

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Wenn dich des Nachts,
die Leidenschaft
aus tiefen Träumen reißt,
du zitternt, naßgeschwitzt und ruhelos
auf deinem Lager liegst,
dann mußt du fort.
Hinaus,
hinaus durch Wald und Felder streifen.
Dann jagst du durch die Finsternis
fühlst dich so frei und ungezähmt
so wild und voller Kraft,
heulst dir die Seele aus dem Leibe
bis dich der falle Schein des Mondes
zur Ruh und Ehrfurcht mahnt,
und du dich heim schleichst
durch die Nebel
schläfst- und schnell vergessen willst.

Erschrocken siehst du in der Früh
die Kratzer
die dir erzähln von letzter Nacht.
Schämst dich für deine Taten
die du hinter dir gelassen in den Nebeln,
nur noch vergessen wolltest
und nicht mehr kannst.
Du weißt die Narben können nicht mehr heilen
Und dennoch wirst du wieder jagen
wenn es der Mond von dir verlangt
in deiner nächsten Vollmondsnacht.

Über den Autor

Orphelia

Orphelia

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