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sensucht (am 12.01.2002, 18:59 uhr)

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früher,
als die wolken noch über das azurro des himmels flanierten,
als grün, die bäume zu gestalten meiner fantasie krönte,
als du mit mir – hand in hand – über den teppich bunter blumen liefst,
und uns die liebe obdach vor oberflächlichkeit bot,
als sie uns zu tische lud und uns laben ließ an unseren eigenen träumen,
da schoss des lebens saft mit unheimlicher schnelle durch
die tunnel meines wesens.

doch heute weht der kalte wind der ignoranz
über die verschneiten felder meiner sehnsucht.
auf denen würde ich aber viel lieber die goldenen ähren
des sommers im anmutigen schein der sonne tanzen sehen,
würde viel lieber mit dir im schatten freudiger momente,
das ende eines wunderbaren tages besingen und
still – arm in arm – zu zweit, zu träumen beginnen.

doch jetzt ist auch das elexier gefroren,
dass die bahnen meiner freude durch den körper zog,
dass mich träumen ließ von schäfchen und blumenflur…

jetzt bist du fern
und ich allein.
jetzt weiß ich:
das muss sehnsucht sein.

o. outman.

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outman

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