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Mondgebet

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Mächtiger Gott,
die Sonne brennt auf mich herunter und macht aus dem Garten die Wüste,
ich habe Durst,
durch den Mond spiegelt in der Nacht deine Güte und führt mich durch Wald,
ich sehne mich.

Um den Mond ist ein heller Schein,
die Sonne wandert um die Erde,
die Erde dreht sich um den Mond,
und ich sehe immer nur eine Seite.

Ich fürchte nur Finsternis,
die dunkle Seite,
es erfüllt mich aber mit Hoffnung,
daß auch der Mond,
wie die Sonne gebrannt hat,
ich trinke nicht am Tag in der Wüste,
ich trinke aber bei Vollmond in der Oase.
Das ist mein Garten: Wasser in der Wüste,
auf arabisch heisst dies Paradies.

Allmaechtiger Gott,
lass die Ringe der Bäume weiter wachsen, bis sie sich berühren,
lass bitte den Wind um sie hergehen, und schenke Regen,
damit sie sich weiter und besser verstehen,
lass die Sonne RA sein in Maha RA dscha und in Ha RA alle Tage,
und lass bitte den Mond nicht im Schatten,
und strahle!

Lieber Gott,
lass mir den Ring der Ringe zusammen setzen,
denn er ist auseinandergefallen.

So werde ich bei Mondschein teilen was ich habe:

Danke

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Über den Autor

Peter Simon

Peter Simon

Ehemaliges hhesse.de Mitglied

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