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Mittwoch

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Lang haben wir versucht, uns zu lieben,
und hatten nicht Erfolg damit.
Lass uns nun etwas sicheres versuchen.
Lass uns hassen, Gott und die Welt.
Lass uns verachten, ihre Spiele des Wahnsinns.
Lass uns aus ihrer Mitte fliehn.
Sie sagen uns – wir glauben,
Aber alles ist tot

Wir erkennen uns wieder in leblosen Tafeln aus Glas,
nicht aber in den Augen unsere Nachbarn.

Nur der lebendige Tod rast noch umher,
Hält die Zeit in Atem,
Hat die Welt gebändigt
bis er, seiner eigenen Existenz müde,
die blutige Krone an den Nagel hängt,
das Ruder aus der Hand gleiten lässt,
und zufrieden dem Untergang entgegentreibt.

Über den Autor

Piru

Piru

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