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Die Freiheit

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Ihr leidende Seelen im Kerker eueres Körpers
traeumt oft vom Aufbruch
und wartet geduldig
auf die Stunde?
Seht ihr die Zeichen
und deutet sie richtig,
merkt ihr wie?
Denn der Kreis schliesst sich.
Was habt ihr hier verloren
oh ihr Hunde, Haehne und Heiden,
was habt ihr begangen,
so elend zu leben
wie die Pflanzen?
Sehen wie es tirbt,
das ihr gebaert habt...
erzogen zum flüchten
und um sich zu wehren,
zum Töten, zum Fressen und
nicht unterzugehen...
aber, wie die Regentropfen:
alles faellt.
Seid weiter Tapfer
und schaut:
es kommt, es kommt
und springt von Spitze
zur Spitze jener Berge,
die aus Durst und Hunger,
aus Qual und Krankheit entstanden...,
aus den Wehen der Geburt
und des Wachstums jenes Lebens
das als Weg zur anderen Seite führt.
Hört, wie das Ende des Wahnsinns
und der Anfang der Wahrheit:
das schönste Lied beginnt!...
Seht, wie der Damm bricht
und der Strom der Grenzenlosen
alle mitreisst und in die Höhe nimmt...
Denn nur die Qual ist endlich
und nur der Lohn ist ewig,
so wird alles eins...
Eine Einheit, die auch verteilt ganz bleiben kann:
die Freiheit der körperlosen Seelen im Geist!

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Autor:in

Peter Simon

Peter Simon

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