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Melodie des Wahns

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Hellhörig brummt alles im Ohr,
dröhnt des Himmels Tor allein,
heraufbeschwörend taumeln die Gäste
in einer Pose gefesselt des ewigen Seins,
um befreit durch Wahn herauszubekommen,
was sie jenseits der Grenzen
des Vorgestellten als Leben missen:
einen Gestalt von übriggebliebenem Geist.

Wollen sie das?
Einsam über Äther, Ordnung und Chaos
verschiffte Tarnung, Tod ermahnt:
„Im Kreise der Seienden – Der Fremde –
genannt übt die Vertreibung einen Arm!“

Ist Er das?
Nur ein Auge im Dreieck ist Ihm geblieben
hinter die Sonne verbannt,
von wo aus betrachtend die Erde nicht gibt
arges Auge ist Sein.

Was ist Ihm zugestoßen,
wo bleibt die heilige Erscheinung
mit Dreizack in der Hand als Pferdegestalt…
Leise übt Geduld die Ehre und der Arm wird frei,
milde hebt er die Sonne vor Augen und führt den Blinden
zurück in der Geschichte aus der Einsamkeit heraus im Dunkeln,
hinein in den Saal der Gäste, oh gefürchtet und verblendet war Er,
ewig fort an und wollte nur lauschen ohne Ohren die ersehnten Worte:

„Schau! Gottes allein.“

Über den Autor

Peter Simon

Peter Simon

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