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Die Verweisung des Satans aus Nubia

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In Wolle verhüllt rastet unsere Zeit,
der Raum ist tief, Höhlen schwarz,
die Materie steigt mal auf, mal ab,
die Energie fließt durch allesamt.

Geduld übt weiter, wer weiß diese Zeit,
ein Winzling Erobert die Welt und Lacht:
„Mein ist dein Körper, Erdenkreis,
und geht nie aus, was mich hier treibt!“

So erheben sich Wesen und tanzen all:
„Uns ist das Schicksal, euch die Wahl,
alles ist möglich, wechsele wer kann,
wir kennen die Schöpfung und den Heil!“

Unmüde wandelt das Leben unterm Rad,
empor geht ein Engel aus Lichtenstrahl,
gefolgt von Wächtern vergangener Zeit:
„Tanzet wer uns sieht, oder schweigt!“

„Glaube, wer wolle an böse Macht,
lebe in der Wüste, und flegele sie an,
krieche am Boden, und schreie aus Angst,
bete zu seinem Gott um Hilfe, wenn kann!

Wir weisen von uns diesen Gestallt,
wo wir innewohnen, dem ist kein Platz,
erschrecke er die Feigen, der Tapfere lacht,
und tanzt, wie das Leben, heilig und ganz!“

Nach Gerüchten arabisch-jüdischer Händlern,
sollte unter uns ein grausames Unwesen sein,
es kann sogar, wenn will, die Welt zerstören, ja!
„Dann geht mit Frieden, die eure Wüste ist sein,

dort könnt ihr handeln, statt tauschen, wie einst!“
Bald alle Händler schworen einen Bund:
„Die Achtung der Welt wird fortan verhunzt,
alle sollen denken, wir sind feindlich zu uns,

solange nur geheim bleibt unser Bund!“
Jahrtausende vergehen, die Welt verarmt,
die den alten Bund schlossen, werden reich.
Nur fast jeder ist dem anderen damit Feind,

der neue Bund tritt also auch noch in Kraft:
Juden und Araber weisen auch die Christen
in Ihren Geheimkreis ein, und spalten die Welt:
Ihre Mädel erhalten Erbe, Buben Wissen und Macht.

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Über den Autor

Peter Simon

Peter Simon

Ehemaliges hhesse.de Mitglied

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