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Der Clown

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Der Clown

In deiner Verkleidung siehst du aus, als ob du nur zu einem Sinn erschaffen wurdest: andere Leute zum Lachen zu bringen. Aber auch du hast ein Leben, eine Seele. Doch viele Menschen sehen dein Inneres nicht. Du bist genauso wie ich und alle anderen. Dein Gesicht ist nicht leicht zu erkennen, fast niemand sieht es. Verdienst nicht viel dabei, obwohl du viel mehr machst als der ein oder andere Geschäftsmann. Menschen, die nicht viel bewirken, aber doch viel mehr machen. Und die letzten, allerletzten, bleiben im Dreck liegen, und sich nicht darum biegen, wie sie morgen liegen. Die letzte Hoffnung schon verloren, in alle Ewigkeit gebunden, bist schon für alle verschwunden. Doch bist immer noch da, deine Sicht nicht klar, siehst nur eine schwarze Schar. Doch wirklich leben kannst du nicht. Wirst immer abgeweicht durch deine Späße. Du kannst deine Sehnsucht nicht entfalten. Doch niemand kann sich dich mit einem traurigen Gesicht vorstellen. Wirst immer beobachtet von tausend Augen, findest nicht zu dir.
Dein Mund rot geschminkt, deine Kleider in allen Farben, deine Frisur nicht echt, kannst du nicht weiterleben. Musst irgendwo Ruhe finden, dich aus den Fesseln befreien. Du hast doch keine andere Möglichkeit als so zu bleiben, anders kannst du doch kein Geld verdienen, wie sollst du dann leben? In unser industriellen Welt ist es nicht leicht, eine andere Arbeit zu finden. Du willst nicht im Büro sitzen, und auch nicht um die Wette laufen. Willst einfach nur leben, ohne dich anstrengen zu müssen. Fragst dich, wieso das so und das so ist. Wunderst dich darüber, dass alles so kompliziert ist, alles könnte doch so einfach sein.

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Über den Autor

paulo davinci

paulo davinci

Ehemaliges hhesse.de Mitglied

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