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Aus niederem Hause

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Je mehr Zeit verrinnt,
Desto näher komm ich dem Ziel,
Dahin wie Sand im Wind,
Es ist ein großes Spiel.

Spieler hart wie Stahl,
Verlierer klein und schwach,
Wer erringt den heil´gen Gral,
Oft lag ich fragend wach.

Wenn´s nur ein Spiel zu sein scheint,
Warum gibt´s dann keine Pause?
Ist es was das Leben meint,
Steckt in jeder guten Tat eine Lause?

Verstehst du das Lied des Lebens zu spielen,
Wie Vogelgesang im Frühlingswind,
Ich sah, wie viele am Leben zerfielen,
Und mehr und mehr Zeit verrinnt.

Spieluhr spiel die Melodie,
Die oft mich schon erfreute,
Ein Lied gleich dem erklang nie,
Es stets das Tageslicht scheute.

Höhen wie der höchste Berg,
Nun könnt ich Bäume ausreißen.
Tiefen, die ich schmerzvoll merk,
Will den Tod willkommen heißen.

So ist´s mal gut, mal eher nicht,
Ist´s falsch oder wahr,
Meine Mutter wie sie so spricht,
Als wär´s eindeutig und klar.

Sinn des Lebens, eine Metapher,
Schaust mit 70 Lenzen du zurück,
Auf dein Leben im Zeitraffer,
Vergisst es langsam Stück für Stück.

Soll´s das gewesen sein,
Ich strebe höheres an,
Möchte nicht ewig klein,
Leben unter bösem Bann.

Möchte unvergessen bleiben,
Erreicht seien Ruhm und Ehre,
Möchte mich am Wohlsein reiben,
Verbreitet sein soll meine Lehre.

Hochgesteckt die Ziele scheinen,
Wahrlich groß für mich,
Werd über meine Dummheit weinen,
Verlorene Welt auf ewiglich.


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das_Zottel

das_Zottel

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