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Am Pier

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Ich sehne mich nach Gestern,
will nichts andres als zurück,
die Zukunft scheint mir farblos,
in der Vergangenheit das Glück.

Da sang ich frohe Lieder
und war so tief ergriffen,
jetzt werfen sie mich nieder,
segeln fort auf grauen Schiffen.

Ich wär so gern ein Passagier
und Teil von jener Reise,
doch stehe ich am alten Pier
und schaue wie ein Greise.

Schon sind sie fort und außer Sicht
und ewig gehts so weiter,
so stehts mit ihrer alten Pflicht
ein Schiff voll Todgeweihter.

.:: Nachtrag und Zusatz ::.
Ein jedes Schiff hab ich gezählt,
– kenn alle Namen der Begleiter,
hab nie an einem Tag gefehlt,
– und stehe hier noch weiter.

So lange hab ich nicht verstanden,
– und mich von dem Gram genährt,
das alles was einmal entstanden,
– mal zu jener Küste fährt.

…und sei’s drum das sie mir entschwinden,
…dass ich sie nicht mehr sehen kann,
…in meinem Kopf da toben Stürme
…und sehen tod – lebendig an.

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Über den Autor

Arcturus

Arcturus

Ehemaliges hhesse.de Mitglied

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