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Vergebens

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Vergebens

Ich kenn Dich nun schon manches Jahr.
Kenn Dein Gesicht und deinen Mund,
Der mich so manches lehrte und
Dem ich so oft ergeben war.

In Deinen Augen konnte ich
Das Leben selbst, im Glanze, seh’n.
So strahlten sie mir, wild und schön.
Darin ganz tief verlor ich mich.

Die Hand, die zarte, fühl ich noch,
Wie ich sie spürte überall,
Wie sie mich führte auch durchs Tal,
Wenn ich denn trug an einem Joch.

Du hörtest zu mit viel Geduld.
Wenn ich Dich brauchte warst du da.
Du gabst mir Halt und bliebst mir nah.
Darum ich steh in Deiner Schuld.

Denn so geduldig war ich nie.
Und dennoch liebte ich Dich so.
Vergleiche fallen mir nicht ein.
Ich sah Dich an und war schon froh
Und glücklich, nah bei Dir zu sein.

Doch eines ich Dir nie verzieh:
Du bist gegangen ganz allein,
Lässt mich zurück in meiner Liebe.
Du warst das Einz’ge was mir bliebe.
Es ist so einsam, ohne Dich zu sein.

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Über den Autor

Blanziflor

Blanziflor

Ehemaliges hhesse.de Mitglied

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