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sonne & mond

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(für d.)
du warst meine sonne und mein mond
und hast den tag mir hell, erleuchtet die
nacht gemacht. die beiden sind mit dir
gegangen und ich, in finsternis gefangen,
hab wieder nur stift und papier zum
weiterleben.

du warst mir sonne & mond, hast hoch
oben gethront. zu mächtig warst du
und endlich bereit zu gehen. zu weit
war der himmel, die welt war zu groß,
verlockung der stunde gebot.

ohne sonne & mond zerfällt mein
haus in den faulenden schatten. ruf
mich nie mehr an! wie ratten nagen
dann die schmerzen. und im heiligen
licht von kerzen schließen sich zögernd
meine wunden. stunde um stunde, warten

umrunden verwundeter krieger die narben
bitte ruf nie mehr an! meine neue hütte
könnte zerstürzen durch das beben
meiner seele. für dich wäre ich durchs
feuer gegangen. kleines mädchen
leb wohl

(märz 2002)


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benji

benji

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