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Schlangentanz

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Blumen aus Glas zerschellen
an meiner Haut –
ein Bad von Licht.
Und Liebe leuchtet klar
durch die Augen des Mädchens
bläulich grün, so durchdringend.

„Reich mir die Hand und schenk mir dein Leben,
verschwende es schwingend hinfort!“
Sie flüstert, ihr Hauch raubt den Atem ekstasisch
und Lippen, so zärtlich verspielt,
ihre Zunge, ich zittere, Tarnung verfliegt,
Turbulenzen – mehr als ein Kuss, so verliebt.

Ich erwache unter der Sonne
auf einer Wiese
verlassen, verschleiert und nackt.
Nur der Schatten von Milch und Feuer noch
säuert mein Blut als Relikt der Nacht.

Ich beginne zu laufen und finde
bald eine Klippe,
die stürzt hinunter Meer.
Schien es doch eine Ewigkeit –
wie lange, wie lange ist´s her?

Diese Schlange, wann endlich kommt sie
und reisst mich in Hoehen, fürimmer frei!
Ich erwarte dich hier und im leuchtenden Jetzt,
auf dass alle Fassade zerbricht, Stille sei!
Ohne Verstand lass uns nie wieder reden,
denn wer wüsste schon, wenn er noch spricht?

Reich mir die Hand, ich schenk dir mein Leben,
und wir springen gemeinsam ins Nichts!

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