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Meiner Mutter

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Sieh! wie sich die Weide biegt
Gleich wenn ein Sturm sich an sie schmiegt

’s ist ein Beben in den Ästen
das Blattwerk zittert um die Finger
Verschreckt zerstieben aus den festen
Händen all die Meistersinger

Wie die Weide niedersinkt
Gleich wenn sie stumm nach Atem ringt

Bald neigt die Krone sich den Wogen
empfindlich nah und blass entgegen
Bald ist das Wurzelholz gehoben
das – wenn auch fest – nicht tief gelegen

Sieh! wie still die Weide liegt
Gleich wenn ihr Lebensstrom versiegt

Über den Autor

Zharastrian

Zharastrian

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