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lautlos

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und er glaubte schon, er müsse ersticken, röchelte vorbildlich und ließ sich zitternd zu boden sinken. schwach strich er sich den geperlten schweiß von der stirn und versuchte zu stöhnen. ein kaum überzeugender klang zerstreute sich mit dem wind in der tristen einöde. der fels, an dem er lehnte, schnitt wunden in seinen mageren rücken, was sein leiden kaum linderte.er fand, dass er gut litt und verdrehte beängstigend , wie zur bestätigung, seine blinden augen.
im nächsten moment fiel sein brustkor zusammen, luft presste sich durch die ach viel zu enge lunge und hoffte den ausgang zu erreichen. wieder das röcheln. stille.
luft?
die war doch verbraucht nach all den üblen jahren menschlicher existenz.
alles tot?
stotternd sog er ein, was er kriegen konnte.seltsame geräusche entfuhren dieser atmung. überleben für die paar nächsten ewigen sekunden gesichert.
wärme überzieht den faltigen körper, lässt ihn schaudern wollen, doch energie gibt es keine. so bleibt er regungslos der verkrampfte leidende, der als heroisches opfer den gefürchteten tod sucht und nicht finden darf.
denn in dem moment schwebt behutsam ein zartes blatt von dem ihn schützenden baum und er sollte begreifen, dass er leben konnte.

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noa

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