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Gedankenflucht

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Eingesperrt im Vorgang der Gedankenflucht
Greifend nach dem Fetzen Ich
Der mir mein Selbst aufschließt
Falle ich durch tausend Worte
Die zu meinem Schutze ich mir aufgestellt
Worte, die, tief im Innern eingekratzt
Tausendmal mit blut`gen Fingern nachgezogen
Langsam ihren Sinn verlieren und
Dünner werdend an Gewalt einbüßen
Die ich einst durch sie
Über mich besessen hatte.

Umgeben von umhertreibenden Fragmenten
Der Erinnerung, die in ihren bunten
Bilderreigen Puzzleteilen gleich
Unzählbar durcheinander liegend
Auf einen unzerbrochenen Spiegel warten
Der sie eint, der sie ineinanderfügt
Versuche ich das Aus- und Wegbluten des Ichs
Durch die Risse der Persönlichkeit zu verhindern
Strecke ich meine Hände in die Leere aus
Sende suchende Blicke, die sich in euere Augen
Bohren, suche in euch den Funken um
Mein Feuer neuentfacht am Leben zu halten
Doch welcher Druck, welcher Drang kann schon
Im Angesicht des Vakuums bestehen
So verströmt mir mein Ich
In eure Leere...Flucht

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