← Zurück zur Übersicht

Gebraucht, aus erster Hand

Share

Eine alte Waschmaschine
stand am Straßenrand,
ausgediehnt und ausrangiert
und doch aus erster hand.

Da stand sie nun schon viele tage
und wurde kaum beachtet.
Noch zu gebrauchen, das war die Frage,
als ein Mensch sie sich betrachtet.

Er schraubte hier, er schraubte dort,
ganz elend wurd ihr jetzt zumute,
den Schlauch, den nahm er ihr gleich fort,
das Stück kam ihm zugute.

Achtlos ließ er sie dann stehn
keinen Blick mehr warf er noch auf sie.
Schnell fort, doch im Vorübergehn
stieß er sich noch an ihr sein Knie.

Letztendlich gab er ihr ´nen Tritt
er konnte kaum noch gehn.
doch was er wollte, nahm er mit,
das war doch zu verstehn.

Ausgeschlachtet hat man sie,
man nahm ihr Stück für Stück.
Der Mensch zerstört mit Phantasie,
was er nicht braucht, läßt er zurück.

Am Ende lag ein Haufen Schrott
verteilt am Straßenrand.
Die Waschmaschine, oh mein Gott,
zerlegt aus erster Hand.

Du schreibst selbst Gedichte?
Veröffentliche dein Gedicht im Autorentreff von hhesse.de.

Über den Autor

ramminger

ramminger

Ehemaliges hhesse.de Mitglied

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments