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Drückende Tage

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Blind taumelnd, ohne festen Weg,
schreite ich in mich selbst hinein.
Weiß nicht, was überhaupt noch besteht,
höre selbst langsam auf zu sein.

An manch langen, drückenden Tagen,
hintergangen von mir selbst,
wurden ehrlichste Antworten flüchtig zu Fragen,
sehe, wie alles plötzlich in sich zerfällt.

In der schönsten, schlimmsten Zeit,
wenn Perlen die Nacht durchschlauchten,
war sie sinnestäuschend, doch viel zu weit,
die Antwort, die ich brauchte.

Sollte nun endgültig die Sehnsucht erblassen,
habe ich mein Ziel schon längst verloren.
Werde den Weg wohl niemlas mehr erfassen,
bin in mir erstickt… – nie geboren!

Doch des langen Tages größter Lohn,
ist von mir zu nehmen die Illusion.
Mir die Zensur der Liebe aufzuerlegen,
den die tiefste Weisheit bringt
mir immer noch das „wahre“ Leben!!!

(Max Herrmann)

Über den Autor

weißer-Schatten

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