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DER TOD

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Es pocht an der Tür, ich mache nicht auf.
Er holpert etwas, mein Lebenslauf.
Ich weiß, wer da ist, ich lass‘ ihn nicht rein.
Der kann ruhig klopfen, fluchen und schrei’n!

Es ist der Tod, der alte Geselle,
er will mich holen, frei weg von der Stelle.
Die Tür ist verriegelt, fest abgeschlossen.
Das passt ihm nicht, dem bleichen Genossen.

„Gevatter Hein,
ich lass‘ Dich nicht rein.
Geh‘ weiter wandern
und such‘ Dir ’nen ander’n!“

Nicht mit mir, Du Knochenmann!
Hab‘ noch Zeit, bin noch nicht dran!
Darum pack Dich, scher‘ Dich weg,
hier zu klopfen hat keinen Zweck!

Denn mit mir, Gevatter Tod,
kriegst Du Deine liebe Not.
Ich werd‘ Dir Deine Sense klauen
und Dich fürchterlich verhauen!

Hab‘ ich Dich dann totgeschlagen,
werd‘ ich Dich zu Grabe tragen.
Auf dem Grabstein steht geschrieben:
„Hier liegt der Tod, lasst ihn bloß liegen!!!“

von Hardy

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Über den Autor

Hardy

Hardy

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