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Der Bunkelbold

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Die Zeit, die graut, die Wässer schwippen rücklings meterweit,
der Dunkelwurm, der locht in seinem Haus!
„O Gindela! O Wumpelwacht!“, schrieschreit der Hallelunk,
Denn droben auf dem Dorneberg, im drommeligen Griefen, der Bunkelbold geht um!
Gumrum, gumrum, er blicket zacht, er stehet still,
er schwandert in das Tal!
„O pack‘ den Wurm, o birn‘ das Haar!“, hört Gindela sich schreien.
Doch, dreist, der Dunkelwurm will flüchten!
Die Alte packt den Murlemann, den brüchtig‘ Wirnewamm,
Und will mit ihm nun brüten!
Indess der Bunkelbold, im drommeligen Griefen, verdrillt sein‘ Plan,
sucht ursig nach verdauselig‘ Gesell‘ und singt verzwirnt sein Lied:

„Barlump, Barlump, der brühme Bunkelbold geht um!
Barlump, Barlump, ersauchelt all‘ in seinem Galumbum!
Barlump, Barlump, der brühme Bunkelbold geht um!
Barlump, Barlump, ersauchelt all‘ in seinem Galumbum!“

Am Wegesbrand lauscht Gambrumal samt seinen sieben Brüdern verfinstert diesem ‚Sang,
schließt brühlig und verzweckt sich dem Bunkelbolde an.
„Oh Gindela so horch, du Gatz!“, fruniert der Dunkelwurm, und will sein‘ Wompel ludern.
Doch drauss‘ vom Drommel naht der Bunkelbold mit seinen drauselig‘ Gesell‘,
Er rupft den Wurm, er zwirnt die Gatz, der mürme Murmelschuft!

Und wankt ihr nun zur Gurnusgruft

So lest gemiefelt Steineslaut:
„Hier ruht der Dunkelwurm und seine Braut“

Über den Autor

Demian2

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