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Ahnen

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Die Tage des Lichts und der Sonne,
verloren, vergessen, vorbei.
Das Blut an der Schläfe geronnen,
erstickt in der Kehle der Schrei.

Die Nacht schält sich still aus den Wolken,
der Mond kauert fahl an der Schlucht,
kalt sind die Tränen gemolken,
von Leiden die Seele versucht.

Granitgleich das schwarzklare Wasser,
Gebeine der Ahnen bedeckt,
in Dunkelheit sind sie versunken,
die uralten Zähne gebleckt.
So spotten sie aus nassem Grabe,
verachten die Hoffnung, das Glück,
was ihnen das Gestern versagte,
gibt auch nicht das Morgen zurück.


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magister ludi XXIII

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