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SONNE und NEBEL

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Fallen Sterne? Sonnen fallen,

Schlagen auf die Erde auf.

Um mit rot sie anzumalen –

Blut bleib darauf.

Nimm die Blumen aus deinen Haaren,

Bevor dein Anblick mich zerreist,

Diesen Zug lasse ich fahren,

Den man Hoffnung heißt.

Stille Träume gehe ich bei Nacht,

Bis mein Innres sich aufklart,

Bis in mir ein Licht erwacht –

Geburt der Gegenwart.

Nebel schmiegt sich an die Bäume,

Durch ihn sickert Sonnenschein.

Raupen sind noch meine Träume,

Werden sie mal Falter sein?

Du weißt genauso gut,

Dass die Sonne ewig scheint,

Und dass sie das auch dann noch tut,

Wenn du weinst, wenn der Himmel weint.

Wer nach nichts sucht, findet Glück,

Ich lebe und bin begraben,

Von Bergen von Glück,

Zum Glücklichsein muss man nichts haben.

Wieder Nebel, zähe Flüssigkeit,

Verschneit mein Ziel.

Was würde ich tun für meine Freiheit? –

Zu wenig? Zu viel.

Nein, ich will gar nicht mehr glücklich sein,

Möchte nicht vor Glück erblinden.

Alles, was ich will, ist nicht mehr einsam sein,

Alles, was ich will, ist Frieden finden.

Über den Autor

mondgewitter

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