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ein kuss dem frust

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zeit verstreicht
nichts getan
aber ist jetzt auch egal
was machts schon aus
ich bin ja nur schlecht zu mir
das ist ja nicht verboten

ich stecke tief und fest
in meiner kleinen lebenskrise
waer ich tot
ich stuende an meinem grab
heulend voller mitleid
so ein armer mensch
grosses wartete auf ihn
doch er war nicht faehig
gelegenheiten beim schopf zu packen
gruebeleien ueber bord zu werfen
wie schlechten fisch

ganz dumpf werde ich mit der zeit
erst ging die unbeschwertheit
dann die gelegentlichen augenblicke echter freude
zuletzt sogar der schmerz
mensch sein heisst
zu reinen gefuehlen faehig sein
ich fuehl mich nicht mehr mensch

aber wenn nur hier und da etwas beruehrt
ganz unerwartet
das ist das schoenste
das sind dann die augenblicke
die all die fragen beantworten
wenn man beruehrt werden kann
dann ist man auch
fleisch und blut
nicht nur diese gleichgueltige huelle
die viel zu viel einfach hinnimmt

Über den Autor

Mary

Mary

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